Moderne Technik und mobile Möbel: Uni weiht Active-Learning-Spaces ein

23.06.2022 von Katrin Löwe in Campus, Studium und Lehre
Mit einer Veranstaltung im Sprachenzentrum sind an der Universität gestern mehrere sogenannte Active-Learning-Spaces offiziell eröffnet worden. Die modernen Lehr- und Lernräume wurden unter anderem mit Mitteln aus dem „Qualitätspakt Lehre“ eingerichtet. Rektor Prof. Dr. Christian Tietje warb dafür, sie intensiv zu nutzen.
Rektor Christian Tietje bei der Eröffnung der Active-Learning-Spaces
Rektor Christian Tietje bei der Eröffnung der Active-Learning-Spaces (Foto: Julia Hertwig)

Insgesamt verfügt die Uni jetzt über vier als Seminarräume nutzbare Active-Learning-Spaces: im Sprachenzentrum, im Haus 31 der Franckeschen Stiftungen, im Seminarraum 6 am Steintorcampus und in der Digitalen Geografie am Weinberg-Campus, Bereich Heide-Süd. Zusätzlich wurde ein separater Selbstlernbereich in der Zweigbibliothek Heide-Süd der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) ausgestattet. Die ersten dieser modernen Lernräume wurden bereits vor der Corona-Pandemie fertiggestellt, konnten dann allerdings aufgrund der Beschränkungen kaum genutzt werden. Insgesamt wurden rund 180.000 Euro investiert. Die Mittel für die technische Ausstattung stammen aus dem Bund-Länder-Programm „Qualitätspakt Lehre“, die Möbel wurden aus Eigenmitteln der MLU finanziert.

Das Projekt des Zentrums für multimediales Lehren und Lernen (LLZ) geht ursprünglich auf Gespräche mit einem US-amerikanischen Wissenschaftler im Jahr 2014 zurück, sagte Rektor Prof. Dr. Christian Tietje zur Eröffnungsveranstaltung. „Zwischenzeitlich hat sich die allgemeine Idee weltweit weitgehend durchgesetzt.“ Wie sie im Detail im Sprachenzentrum umgesetzt wurde, welche Rolle beispielsweise Technik dabei spielt und welche sogar die Farbe übernimmt, das erklärte der Germanist und Direktor des Sprachenzentrums Prof. Dr. Matthias Ballod den Anwesenden. Er verwies darüber hinaus auf einen weiteren Raum dieses Zuschnitts an der MLU, das digitale Lernlabor des Projekts Dikola, einen Lern- und Experimentierraum am Zentrum für Lehrerbildung. „Es ist wichtig, dass wir solche Angebote machen können“, sagte auch Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Torsten Fritzlar, Dekan der Philosophischen Fakultät III. „Ich glaube, das setzt sich durch.“

Active-Learning-Spaces sind Lernräume, die durch ihre technische Ausstattung und eine flexible Möblierung interaktive Formen der Seminargestaltung fördern. „Es geht nicht darum, radikal allem eine Absage zu erteilen, was man mit Stift und Papier verbindet, sondern es geht um eine Erweiterung der Möglichkeiten“, so Rektor Tietje. Feste Tische, die alle nach vorn auf die Tafel ausgerichtet sind, gehören in den Active-Learning-Spaces der Vergangenheit an. Stattdessen besteht die Möblierung aus rollbaren Dreieckstischen, die sowohl frontale als auch kooperative Szenarien in der Lehre ermöglichen, aber auch Hockern, Sitzsäcken oder Loungemöbeln für informelle Szenarien. Die technische Ausstattung konzentriert sich auf Großgeräte zum Präsentieren, Visualisieren und Zusammenarbeiten, etwa interaktive Whiteboards und Flipcharts. Die meisten der nun entstandenen Active-Learning-Spaces wurden in ehemaligen Computerpools eingerichtet. Studierende bräuchten – auch in Wechsel zwischen Präsenz- und Digitalveranstaltungen – andere Arbeitsplätze als vor Corona, sagte ULB-Direktorin Anke-Berghaus Sprengel. „Wir sind gut beraten, wenn wir uns dem stellen.“

Herausforderung für das nächste Rektorat sei, getrennte Räume für Lehrveranstaltungen und das Selbstlernen in den Active-Learning-Spaces zu schaffen, sagte Tietje. Die bei der Veranstaltung anwesenden Dekane bat er solange: „Machen Sie Werbung bei den Kolleginnen und Kollegen und vor allem den Studierenden.“

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