Unibund-Professorenturnier: Pokalsieg im Strudel einer Regeldiskussion

Am 18. Juni fand das diesjährige Unibund-Turnier der Professorenmannschaften statt. Ausrichter war Leipzig. Nach einer guten Vorbereitung auf der halleschen Ziegelwiese in den letzten Wochen reiste das Team der MLU an, um den Pokal wieder nach Halle zu holen. Die letzten beiden Jahre hatte Jena das Turnier gewonnen, jetzt sollte er nach 2023 wieder nach Halle wandern. Kurz vor Beginn verständigten sich die Teams der drei Universitäten wegen der Hitze darauf, einem Vorschlag der Jenenser zu folgen und den Modus pausenfreundlicher zu gestalten: Es gab nicht – wie sonst – insgesamt drei Spiele mit jeweils zwei Halbzeiten von 20 Minuten, sondern sechs jeweils 20-minütige Spiele, die alle einzeln für sich in die Gesamtwertung eingingen. Die Ergebnisse waren denkbar knapp: Halle gewann zweimal gegen Leipzig mit 1:0, verlor gegen Jena einmal (0:1) und spielte einmal unentschieden (0:0). Jena gewann gegen Leipzig im Hinspiel mit 1:0, verlor aber das Rückspiel mit 0:2. Daraus resultierte folgender Endstand: Halle 7 Punkte, 2:1 Tore, Jena 7 Punkte, 2:2 Tore, Leipzig 3 Punkte, 2:3 Tore.
Nachdem die Mannschaft aus Jena ihr letztes Spiel verloren hatte, stand der (erste) Pokalsieger fest: Halle. Das hallesche Team ging davon aus, dass trotz der Modusänderung bei gleicher Punktzahl wie üblich als nächstes nach der Tordifferenz entschieden wird und erst dann, wenn auch die Tordifferenz gleich ist, der direkte Vergleich der punktgleichen Teams zählt. Sehr erfreulich für die MLU-Auswahl, die sich bei den Leipzigern bedanken konnte und der auch bereits gratuliert wurde. Doch dann meldete Jena Zweifel an. Man sah die Reihenfolge umgedreht: erst der direkte Vergleich, den Jena für sich entschieden hatte (das wäre dann der zweite Pokalsieger). Dies löste nun eine längere intensive Diskussion aus. Die Argumente gingen hin und her. Verständlicherweise wollten Jena und Halle den Pokalsieg nicht so einfach hergeben. Eine reichlich verfahrene Situation. Schließlich konnte Leipzig sich mit dem vermittelnden Vorschlag durchsetzen, ein Neun-Meter-Schießen durchzuführen (da gab es nun also keinen Pokalsieger mehr). Hier musste sich die Mannschaft aus Halle schließlich mit 4:5 geschlagen geben. Damit wandert der Pokal zum dritten Mal hintereinander nach Jena. Am Ende gab es also doch einen neuen Pokalsieger, der zugleich der alte ist.
Die beiden Tore für Halle erzielten Etienne Meyer und Konrad Schöniger.
Für Halle spielten:
- Detlef Braunroth (Leiter Universitätssportzentrum)
- Torsten Gursinsky (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biochemie und Biotechnologie)
- Dieter Hofmann (Professor für Industrial Design/Produkt- und Systemdesign, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle)
- Giorgi Jamburidze (regelmäßiger Trainingspartner)
- Etienne Meyer (Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Zellphysiologie)
- Ronny Redlich (Professor in der Abteilung Biologische und Klinische Psychologie)
- Roger Riedl (Mitarbeiter der Personalabteilung)
- Konrad Schöniger (Mitarbeiter in der Abteilung Biologische und Klinische Psychologie)
- Sven Staffeldt (Professor für Germanistische Sprachwissenschaft)
- Joachim Ulrich (ehemaliger Professor für Thermische Verfahrenstechnik)
- Raik Vahrenhold (Mitarbeiter Veranstaltungsmanagement)
- Jörg Wagner (Lehrkraft für besondere Aufgaben am Lehrstuhl Germanistische Sprachwissenschaft)
- Tobias Weirowski (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Empirische Makroökonomik)
- Justin Wittig (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Produktion & Logistik)
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