Insa Theesfeld wird Senior Research Fellow am renommierten Ostrom-Workshop

02.07.2024 von Tom Leonhardt in Personalia
Die Ökonomin und Prorektorin für Personal- und Organisationsentwicklung Prof. Dr. Insa Theesfeld ist zum Senior Research Fellow des Ostrom-Workshops der Indiana University Bloomington ernannt worden. Die Festveranstaltung fand Ende Juni in den USA statt. Theesfeld ist die einzige Forscherin aus Europa, die dieses Amt innehat. Mit dem Fellowship werden langjährige und herausragende Verdienste zur Arbeit des Ostrom-Workshops ausgezeichnet.
Insa Theesfeld
Insa Theesfeld (Foto: Markus Scholz)

Die Einrichtung wurde von der Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom gegründet und ist die zentrale Anlaufstelle der weltweiten Forschung zu den Commons. Diese umfassen nicht nur klassische Gemeingüter, wie zum Beispiel Grundwasser und Weideland, sondern auch die Bereitstellung gemeinschaftlicher globaler Ressourcen, wie die Biodiversität, der Weltraum, aber auch Wissen. „Die Fragen nach der Bereitstellung von Commons, die Motivation zu Selbstorganisation und die entsprechende Governance, um Systeme zum Erfolg zu führen, beschäftigen mich auch in meiner Tätigkeit als Prorektorin. Eine Universität kann man durchaus als Commons betrachten und ich versuche in meiner Arbeit, die Erkenntnisse aus der internationalen Forschung für die Martin-Luther-Universität nutzbar zu machen“, sagt Theesfeld.

Die Stühle auf der Auszeichnung symbolisieren das Handwerk und das Erlernen und Formen von Wissenschaft - so wie die Ostroms gelernt haben, eigene Möbel und die des Workshops herzustellen.
Die Stühle auf der Auszeichnung symbolisieren das Handwerk und das Erlernen und Formen von Wissenschaft - so wie die Ostroms gelernt haben, eigene Möbel und die des Workshops herzustellen. (Foto: Tom Leonhardt)

Seit der Etablierung des Ostrom Workshops vor 50 Jahren wurden weltweit 16 Forschende mit dem Senior Research Fellowship für ihre Verdienste um die Commons-Forschung ausgezeichnet. Theesfeld forscht und lehrt seit vielen Jahren zu Gemeingütern, den Commons, und hat zahlreiche Fachaufsätze sowie Buchbeiträge zum Thema veröffentlicht. Von August 2021 bis Mai 2022 war sie als Interims-Forschungsdirektorin am Ostrom-Workshop tätig und hat dort den Fachbereich „Governing the Commons“ geleitet. Zudem war sie von 2021 bis 2023 Präsidentin der International Association for the Study of the Commons (IASC). Dabei handelt es sich um den weltweiten Dachverband der Commons-Forschung, welcher 1989 ebenfalls von Elinor Ostrom an der Indiana University Bloomington gegründet wurde.

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