„Da geht noch mehr“

13.10.2026 von Manuela Bank-Zillmann in Campus
Mit der traditionellen Investitur hat Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker feierlich ihre zweite Amtszeit angetreten. Anlässlich des Festakts am Montag zog der Senat in Talaren über den Universitätsplatz zur Aula. Kernbotschaft der Rede der Rektorin war das exzellente Vorankommen der MLU. Bürgermeister Egbert Geier sprach über die sich ändernden politischen Rahmenbedingungen. Schulterschluss übten auch die Rektorin der Uni Leipzig und der Präsident der Uni Jena.
Feierlicher Einzug des Senats in das Löwengebäude
Feierlicher Einzug des Senats in das Löwengebäude (Foto: Maike Glöckner)

Nach der Begrüßung durch die Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug überbrachte Bürgermeister Egbert Geier die Glückwünsche der Stadt Halle. Er betonte deutlich den Schulterschluss zwischen der Stadt und ihrer Universität und ging auf die sich verändernden politischen Rahmenbedingungen ein, die „unser Bundesland, wie auch Deutschland insgesamt, politisch und gesellschaftlich vor viele Fragen stellt.“ Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, ob versucht werde, den Lehr- und Forschungsbetrieb zu beeinflussen. Die Verteidigung der Wissenschaftsfreiheit sei aber keine akademischen Nischenfrage, sie gehe alle an. „Wir brauchen eine Universität, die sich einmischt. Eine Universität, die erklärt, was sie tut und wozu das alles gut ist. Eine Universität, die auf dem Marktplatz und in den Schulen präsent ist und die in die Gesellschaft hineinwirkt“. 

Auch Rektorin Becker ging in ihrer Antrittsrede auf die wichtigen Kooperationen in der Region ein. „Ich bin sehr froh, dass wir in vielfacher Hinsicht ausgezeichnet mit den Städten zusammenarbeiten, die den Namen unserer Universität prägen.“ Sie freute sich auch über die persönliche Anwesenheit der Rektorin der Universität Leipzig Prof. Dr. Eva Inés Obergfell und des Präsidenten der Universität Jena Prof. Dr. Andreas Marx. „Wir sind im erfolgreichen Universitätsbund Halle-Jena-Leipzig fest verankert.“ Alle mitteldeutschen Traditionsuniversitäten seien Universitäten mit Exzellenzclustern, Jena trage seit zehn Tagen gar das Label der Exzellenzuniversität. 

Mit einem kurzen Rückblick – verbunden mit Dank an das Rektoratsteam der vergangenen vier Jahre – stellte Becker fest: „Wir haben gezeigt, wie stark diese Universität tatsächlich ist. Die Vielfalt und Qualität, die unsere Universität in Forschung und Lehre zu bieten hat, sind beeindruckend. Viele neue Initiativen wurden und werden gestartet. Innovation ist nicht nur im Transfer ein Thema, sondern auch in der Lehre. Exzellenz ist nicht nur für Forschung selbstverständlich, sondern inzwischen auch unser offizielles Gütesiegel. Und da geht noch mehr.“ 

Das Ganze, so Becker, geschehe jedoch in absehbar unruhigeren Zeiten. Aber: „Wir wissen, dass wir selbst denken müssen, um voranzukommen.“ Im kommenden Jahr werde die MLU 525 Jahre alt. „Und zugleich ist sie unglaublich jung. Jung im Denken, modern in der Lehre, aktuell in der Forschung. Und damit prädestiniert, in und für die Zukunft nach vorne zu gehen, statt sich rückwärtsgewandt auszurichten.“  
Die Martin-Luther-Universität, schloss sie „steht auch weiterhin ein für Demokratie und Rechtsstaat, für Hochschulautonomie und Wissenschaftsfreiheit, für Vielfalt und Toleranz, für Weltoffenheit und Internationalität.“ 

Nach ihrer Antrittsrede überreichte die Rektorin den gewählten Prorektoren und der Prorektorin der neuen Amtszeit ihre Bestellungsurkunden: Prof. Dr. Pablo Pirnay-Dummer – Prorektor für Studium, Lehre und Internationalisierung, Prof. Dr. Rebecca Waldecker – Prorektorin für Forschung und Vielfalt in der Wissenschaftskultur und Prof. Dr. Stefan Sackmann – Prorektor für Digitale Transformation und Transfer. 

Auf dem anschließenden Empfang nutzten die geladenen Gäste die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen. Musikalisch umrahmt wurde die Investitur von mehreren Ensembles der Universität: dem Akademischen Orchester, der Uni-Bigband und dem Universitätschor. Den Auszug des Senats aus der Aula begleitete Universitätsorganistin Prof. Anna-Victoria Baltrusch-Schulze an der Orgel.

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